Jugendilche 27

Ein Geburtstagsbrief vom Papst: Der Heilige Vater gratuliert Don Bosco zum 200. Geburtstag

Veröffentlicht am: 15. August 2015

Rom/München – Mit einem Brief an den zehnten Nachfolger Don Boscos, den derzeitigen Generaloberen der Salesianer Don Boscos Don Àngel Fernàndez Artime, hat Papst Franziskus Don Bosco zum 200. Geburtstag am 16. August gratuliert.

In dem Schreiben, das bereits am 21. Juni dem Generaloberen überreicht wurde, betont der Heilige Vater, der selbst als Kind ein Jahr lang eine Schule der Salesianer Don Boscos besucht hat, die spirituelle und pastorale Bedeutung von Ordensgründer Johannes Bosco, insbesondere für die heutige Jugendarbeit:

„Don Bosco lehrt uns vor allem, nicht stehenzubleiben und zuzuschauen, sondern in vorderster Reihe der Jugend eine ganzheitliche Erziehung anzubieten, die ihre feste Grundlage im Glauben hat und den Verstand, die Gefühle und die ganze von Gott geschaffene und geliebte Persönlichkeit einbezieht“.

Junge Menschen heute oft entmutigt und ausgegrenzt

Auch heute seien Jugendliche offen für ein Leben mit Gott. Sie seien jedoch oft entmutigt, ausgegrenzt und leiden unter einer Art spiritueller „Blutarmut“. Don Bosco habe sich mit großer Leidenschaft für junge Menschen eingesetzt, in dem er glaubwürdig Jesus nachgefolgt ist und das Evangelium gelebt und verkündet hat. Seine Pädagogik habe den ganzen Menschen angesprochen, immer als von Gott geschaffen und geliebt.

Don Boscos Augenmerk richtete sich insbesondere auf Jugendliche aus den unteren Schichten und dem Rand der Gesellschaft. Sie sollten eine Aussicht auf Bildung und Ausbildung bekommen, um gute Christen und Bürger zu werden. Damit leistete Don Bosco einen Beitrag zum Wohl der Menschen und der Gesellschaft. Er habe es verstanden, die Jugendlichen selbst zur Mitarbeit zu gewinnen und so eine Bewegung von Armen für Arme zu gründen. Durch die Entsendung von Missionaren habe er seine Arbeit über die Grenzen von Sprache, Rasse, Kultur und Religion ausgeweitet.

Wörtlich schreibt der Papst: „Don Bosco möge euch helfen, die tiefen Sehnsüchte der jungen Menschen nicht zu enttäuschen: Ihr Bedürfnis nach Leben, Offenheit, Freude, Freiheit und Zukunft; ihre Sehnsucht beim Aufbau einer gerechteren und geschwisterlicheren Welt, bei der Entwicklung aller Völker und bei der Bewahrung der Schöpfung und aller Bereiche des Lebens mitzuwirken.“

Soziale Medien, Freiwilligenarbeit und die Schaffung von Bildungsallianzen

Auch heute öffne sich die Don Bosco Familie neuen erzieherischen und missionarischen Herausforderungen, so der Papst. Sei es durch die neuen sozialen Kommunikationsmittel oder die interkulturelle Erziehung von Menschen unterschiedlicher Religionen und Herkunft. Die Herausforderungen des Turins des 19. Jahrhunderts hätten eine globale Dimension gewonnen. Auch die Jugendlichen seien von diesen Problemen betroffen.

Zwei Aufgaben seien in Bezug auf die heutige Jugend wesentlich: Erstens, die Erziehung nach dem christlichen Menschenbild auch in der Sprache der Sozialen Medien. Zweitens: die Schaffung neuer Formen der sozialen Freiwilligenarbeit. Hierbei gelte es, eine wirksame Bildungsallianz zu schaffen zwischen kirchlichen und nicht-kirchlichen Organisationen, um auf den verschiedenen Kontinenten mit den spezifischen Charismen zusammenzuarbeiten.

Der Generalobere der Salesianer Don Boscos, Don Àngel Fernàndez Artime SDB, hat das Schreiben des Papstes mit großer Freude an die ganze Don Bosco Familie geschickt, denn der 200. Geburtstag Don Boscos am 16. August sei ein Gnadentag, an dem der Heilige Geist der Kirche dieses Geschenk gegeben hat: „Der Brief des Papstes ist ein wertvolles Zeugnis der Verbundenheit. Wir werden erinnert an den Auftrag und unseren Platz in der Kirche, verbunden mit der Einladung, dass wir verantwortungsvoll unseren Dienst wahrnehmen“, so der Generalobere.

RefÖA/kh

Der heilige Johannes Bosco
Johannes-Bosco

Der Turiner Priester, Ordensgründer und Erzieher Johannes Bosco (1815-1888) gehört neben Adolph Kolping, Paul Josef Nardini und vielen anderen zu den großen Sozialaposteln des 19. Jahrhunderts. Er zählte zu denen, die aufmerksam waren für eine stetig wachs-
ende soziale Not und die aus christlicher Motivation heraus Hand anlegten zu deren Überwindung. Dabei hatte Don Bosco mit seiner „Pädagogik der Vorsorge“ besonders die benachteiligten und ausgegrenzten jungen Menschen im Blick. Mehr zum Leben Don Boscos

Der neue Don-Bosco-Film

„Der Seiltänzer - Auf den Spuren des heiligen Johannes Bosco (1815-1888)“ heißt der neue Don-Bosco-Film, der am 10. Januar in München Premiere feierte. Aus Anlass des 200. Geburtstags Don Boscos im Jahr 2015 erinnert Filmemacher Marcel Bauer an Stationen im Leben Don Boscos und beleuchtet die Aktualität seines pädagogischen und pastoralen Programms an Beispielen salesianischer Arbeit in Deutschland und in Übersee.

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Die Ordenszeitschrift wird von den Salesianern Don Boscos zusammen mit den Don Bosco Schwestern in Deutschland herausgegeben. Das Don Bosco Magazin erscheint alle 2 Monate. Das Magazin versteht sich als Familienmagazin und engagiert sich für die Anliegen von Kindern, Jugendlichen und Familien.

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