Jugendilche 27

„Wie schön, dass Du geboren bist...“

Veröffentlicht am: 13. Januar 2015

München – Im Rahmen eines „Tages der Begegnung“ hat die deutsche Don-Bosco-Familie am Samstag, 10. Januar 2015, offiziell die Eröffnung des Jubiläumsjahres zum 200. Geburtstag Don Boscos gefeiert. „Wie schön, dass Du geboren bist, wir hätten Dich sonst sehr vermisst...“ – gemeinsam stimmten über 200 „Geburtstagsgäste“ zu Beginn des Festes das bekannte Lied von Rolf Zuckowski an und gratulierten Don Bosco so zu seinem „runden Jubiläum“. Der Ordensgründer und Priester wird am 16. August dieses Jahres 200 Jahre alt.

P. Reinhard Gesing, der Provinzbeauftragte für die Don-Bosco-Familie, begrüßte im vollen Veranstaltungssaal des Salesianums in München die Festbesucher: Salesianer Don Boscos, Don Bosco Schwestern, Salesianische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ehemalige und Freunde Don Boscos. Das gemeinsame Gebet „Heiliger Johannes Bosco, Vater und Lehrer der Jugend!“ war Ausdruck der Dankbarkeit und Bitte um Hilfe und Kraft, im Sinne Don Bosco zu handeln.

"Möge Don Bosco in unserer Mitte sein"

In seinem anschließenden Grußwort fragte der Provinzial der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos, P. Josef Grünner, worüber sich das Geburtstagskind Don Bosco heute wohl gefreut hätte. Dabei stellte er die Glasmalerei des polnischen Salesianers und Künstlers P. Tadeusz Furdyna vor, der Don Bosco mit einem bunten Strauß voller Kinder gemalt hatte. Weiterhin junge Menschen zu unterstützen, ihr Leben zu gestalten, und ihnen eine Perspektive zu geben, das wäre sicherlich das schönste Geschenk für Don Bosco, sagte P. Grünner. Er zitierte den Generaloberen der Salesianer Don Boscos, Don Àngel Fernàndez Artime: „Das Jubiläum ist eine wertvolle Gelegenheit, um voller Dankbarkeit an das Vergangene zu erinnern, mit Hoffnung auf die Gegenwart zu schauen und mit einer aus dem Evangelium kommenden Kraft, mit Mut und mit einem prophetischen Blick die Zukunft der erzieherischen und evangelisierenden Sendung der Don-Bosco-Familie zu träumen.“ „Möge Don Bosco in unserer Mitte sein, uns erfreuen und uns ermutigen“, so P. Grünner.

Sr. Maria Maul, seit März 2014 Provinzleiterin der Deutschsprachigen Provinz der Don Bosco Schwestern, zitierte aus einer Biografie aus dem Jahre 1884, in der Don Bosco in eine Reihe mit Homer und Dante Alighieri gestellt wird, als einen großen „Poeten“ und als „Homer des katholischen Glaubens.“

Die musikalische Umrahmung des Tages gestalteten Sr. Elisabeth Siegl, Sr. Maria Christine Rathgeb und Ulrike Fedke, eine Salesianische Mitarbeiterin Don Boscos, die sich spontan bereit erklärt hatte, die Musikerinnen zu unterstützen.

Don Bosco - aktueller denn je!

Hauptredner Erzbischof em. Alois Kothgasser beschrieb in seinem Festvortrag zum Thema „Don Bosco – aktueller denn je!“ zunächst seine ersten persönlichen „Begegnungen und seinen Lebensweg mit Don Bosco“. Der Salesianer veranschaulichte ausführlich die politischen und wirtschaftlichen Zustände, in die Don Bosco hineingeboren wurde und die ihn geprägt hatten: die Armut, die Landflucht, die Vernachlässigung in den Städten; und er zeigte, wie Don Bosco sich denen zuwandte, die am meisten Hilfe, Zuwendung und Liebe brauchten: den jungen Menschen.

Kothgasser wies darauf hin, dass dieser Auftrag Don Boscos auch in unserer heutigen Welt immer noch aktuell sei: „Mit Liebe auf den Menschen zugehen, Zuwendung, Empathie, Geduld und Dialog, das Bemühen sich näher zu kommen – das ist die große Herausforderung unserer Zeit“. Er zitierte die Worte des Apostels Paulus: „Lass Dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse stets mit dem Guten.“

Mit seinen abschließenden Worten rief Erzbischof Kothgasser seinen Zuhörerinnen und Zuhörern noch einmal den Jahresleitgedanken des Generaloberen Don Àngel Fernández Artime in Erinnerung: „Wie Don Bosco! Mit der Jugend, für die Jugend“.

Die festliche musikalische Gestaltung des anschließenden Gottesdienstes übernahm der Aschauer Stimm-Kreis unter Leitung von Kathi Stimmer-Salzeder und Otto Stimmer mit eigenen Kompositionen.

Bei der Eucharistiefeier in der Pfarrkirche St. Wolfgang schloss Erzbischof Alois Kothgasser in seiner Predigt an die Festrede an und bezog sich dabei auf das Wort des Evangeliums: „Da rief Jesus ein Kind herbei, stellte es in die Mitte und sagte: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.“

Neuer Don-Bosco-Film präsentiert

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Salesianum wurde in einer Welturaufführung der neue Film „Der Seiltänzer“ über Don Bosco und die Arbeit der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern gezeigt. Der anwesende Regisseur Marcel Bauer berichtete über die Entstehung des Films und stand im Anschluss für offene Fragen zur Verfügung.

Der Film führt die Zuschauer nach Bamberg und Helenenberg, nach Tema in Ghana, nach Freetown in Sierra Leone, nach Medellín in Kolumbien und immer wieder ins Piemont, der Heimat Don Boscos. Er zeigt auf, unter welch schwierigen Umständen die salesianischen Brüder und Schwestern unermüdlich unterwegs sind, um Jugendlichen zu helfen, ihnen Hoffnung und Perspektive zu geben.

Der Film wird demnächst an alle Einrichtungen weitergegeben, ist ab Februar auch über den Don Bosco Shop erhältlich und kann in der Jugend- und Gemeindearbeit und auch zur Information für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingesetzt werden.

Im Anschluss stellte Katharina Hennecke, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Salesianer Don Boscos, die Ausstellung „Don Bosco und sein heutiges Werk“ vor. Diese informiert zum einen über den Ordensgründer Johannes Bosco und lässt auch Jugendliche, Salesianer Don Boscos, Don Bosco Schwestern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Einrichtungen der Salesianer Don Boscos zu Wort kommen. Die Ausstellung wird in einigen Einrichtungen des Ordens in Deutschland und Österreich zu sehen sein.

Nach den Danksagungen und Blumen für jene, die zum Gelingen des Festtages beigetragen haben, verabschiedete P. Gesing die Festgemeinde und lud sie ein, im Sinne Don Boscos das Motto des Jubiläumsjahres in das neue Jahr zu mitzunehmen: „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen.“

Elisabeth Eberth

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Der heilige Johannes Bosco
Johannes-Bosco

Der Turiner Priester, Ordensgründer und Erzieher Johannes Bosco (1815-1888) gehört neben Adolph Kolping, Paul Josef Nardini und vielen anderen zu den großen Sozialaposteln des 19. Jahrhunderts. Er zählte zu denen, die aufmerksam waren für eine stetig wachs-
ende soziale Not und die aus christlicher Motivation heraus Hand anlegten zu deren Überwindung. Dabei hatte Don Bosco mit seiner „Pädagogik der Vorsorge“ besonders die benachteiligten und ausgegrenzten jungen Menschen im Blick. Mehr zum Leben Don Boscos

Der neue Don-Bosco-Film

„Der Seiltänzer - Auf den Spuren des heiligen Johannes Bosco (1815-1888)“ heißt der neue Don-Bosco-Film, der am 10. Januar in München Premiere feierte. Aus Anlass des 200. Geburtstags Don Boscos im Jahr 2015 erinnert Filmemacher Marcel Bauer an Stationen im Leben Don Boscos und beleuchtet die Aktualität seines pädagogischen und pastoralen Programms an Beispielen salesianischer Arbeit in Deutschland und in Übersee.

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Don Bosco Magazin
Titel 4-2016

Die Ordenszeitschrift wird von den Salesianern Don Boscos zusammen mit den Don Bosco Schwestern in Deutschland herausgegeben. Das Don Bosco Magazin erscheint alle 2 Monate. Das Magazin versteht sich als Familienmagazin und engagiert sich für die Anliegen von Kindern, Jugendlichen und Familien.

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